Software-Architektur 9 Min. Lesezeit

Microservices vs. Monolith: Wann sich die Umstellung für wachsende Unternehmen lohnt

Monolith oder Microservices? Erfahren Sie, wann ein Wechsel der Architektur den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringt – und wann Sie beim Monolithen bleiben sollten.

· Duma Software

Jedes erfolgreiche Softwareprojekt beginnt meist als Monolith. Alles ist in einer einzigen, soliden Codebasis vereint. Das ist effizient, einfach zu testen und schnell zu deployen. Doch wenn ein Unternehmen wächst, wird der einstige Fels in der Brandung oft zum Klotz am Bein.

Die Schlagworte Microservices und Cloud-Native versprechen grenzenlose Skalierbarkeit. Aber ist der Wechsel wirklich immer sinnvoll? Bei Duma Software begleiten wir Unternehmen bei dieser Architektur-Entscheidung. In diesem Artikel erfahren Sie, wann Sie beim Monolithen bleiben sollten und wann der Sprung zu Microservices den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringt.

Der Monolith: Die unterschätzte Stärke

Ein monolithisches System ist wie ein Schweizer Taschenmesser: Alles, was die Anwendung braucht – von der Benutzeroberfläche bis zur Datenbank –, befindet sich in einer Einheit.

Die Vorteile:

  • Einfachheit: Schnelle Entwicklung und unkompliziertes Deployment (nur eine Datei/ein Verzeichnis).
  • Performance: Interne Funktionsaufrufe sind schneller als die Netzwerkkommunikation zwischen verteilten Diensten.
  • Fehlersuche: Debugging ist einfacher, da der gesamte Code an einem Ort liegt.

Die Nachteile bei Wachstum:

  • Sperrigkeit: Eine kleine Änderung erfordert das Testen und Deployen der gesamten Anwendung.
  • Skalierungs-Barriere: Man kann nicht nur den Bezahlvorgang skalieren; man muss immer den gesamten Monolithen vervielfachen, was Ressourcen verschlingt.
  • Technologie-Gefängnis: Einmal auf .NET oder Java festgelegt, muss das gesamte System dabei bleiben.

Microservices: Die Antwort auf Komplexität

Microservices zerlegen die Anwendung in kleine, unabhängige Einheiten, die über APIs miteinander kommunizieren. Prominente Beispiele wie Netflix oder Atlassian zeigen, wie man damit tausende Updates pro Tag fährt.

Warum wachsende Unternehmen Microservices lieben:

  • Agilität: Kleine Teams können unabhängig an einzelnen Funktionen arbeiten und diese deployen, ohne den Rest des Systems zu stören.
  • Flexible Skalierbarkeit: Erzeugt ein bestimmtes Feature (z. B. eine KI-Analyse) hohe Last, skalieren Sie nur diesen einen Service.
  • Fehlertoleranz: Stürzt ein Service ab, bleibt der Rest der Anwendung (z. B. der Login oder der Katalog) oft weiterhin funktionsfähig.

Achtung: Microservices reduzieren die Komplexität nicht – sie verteilen sie. Man handelt sich „Development Sprawl" ein: hunderte Dienste, komplexe Netzwerke und höhere Anforderungen an das Monitoring.

Monolith vs. Microservices auf einen Blick

KriteriumMonolithMicroservices
DeploymentGesamte AnwendungEinzelne Services
SkalierungAlles oder nichtsGezielt pro Service
Technologie-FreiheitEine Sprache/ein FrameworkFreie Wahl pro Service
FehlertoleranzEin Fehler betrifft allesIsolierte Ausfälle
KomplexitätIm Code (überschaubar)Im Netzwerk (verteilte Systeme)
Ideale TeamgrößeKleine Teams (< 10)Mehrere unabhängige Teams

Die Checkliste: Wann sollten Sie umstellen?

Ein Wechsel von der monolithischen Architektur zu Microservices ist ein Marathon, kein Sprint. Er lohnt sich für Sie, wenn:

  • Deployment-Zyklen zu langsam werden: Dauert es Wochen, um eine kleine Textänderung live zu bringen, weil der Monolith zu lange zum Bauen braucht?
  • Teams sich gegenseitig blockieren: Wenn Team A nicht releasen kann, weil Team B noch an einem Bug in einem völlig anderen Bereich arbeitet.
  • Spezifische Anforderungen an Skalierung bestehen: Wenn einzelne Teile Ihrer Software 10-mal mehr Last bewältigen müssen als der Rest.
  • Technologische Freiheit nötig ist: Wenn Sie für einen Teilbereich (z. B. Data Science) Python nutzen wollen, während Ihr Kernsystem in Java läuft.

Der Duma-Weg: Schritt für Schritt statt „Big Bang"

Bei Duma Software raten wir selten zu einer radikalen Umstellung von heute auf morgen. Wir bevorzugen den Strangler-Fig-Ansatz: Wir extrahieren nach und nach Funktionen aus dem Monolithen und überführen sie in Microservices. So bleibt Ihr System während der gesamten Transformation stabil und lieferfähig.

Strangler-Fig-Pattern: Benannt nach der Würgefeige, die ihren Wirtsbaum langsam umschließt. Neue Microservices übernehmen schrittweise Aufgaben vom Monolithen, bis dieser am Ende abgelöst ist – ohne einzigen Tag Downtime.

Sicherheit durch unsere 30-Tage-Garantie

Architektur-Entscheidungen sind Vertrauenssache. Viele Unternehmen scheuen den Wechsel, weil sie Angst vor explodierenden Kosten oder technischem Chaos haben.

Genau deshalb bieten wir unsere 30-Tage „So habe ich mir das vorgestellt"-Garantie an. Wir starten die Modernisierung Ihrer Architektur, setzen die ersten Meilensteine und validieren das Konzept. Wenn Sie nach dem ersten Monat merken, dass der gewählte Weg nicht zu Ihrer Vision passt, können Sie das Projekt beenden und erhalten Ihr Geld zurück.

Wir tragen das Risiko, damit Sie die Freiheit haben, die technologischen Weichen für Ihr Wachstum zu stellen – ohne Angst vor Fehlentscheidungen.

Fazit: Monolith oder Microservice?

Es gibt keine „beste" Architektur, nur die passende für Ihre aktuelle Phase. Ein gut strukturierter Monolith kann Sie sehr weit bringen. Wenn Sie jedoch an die Grenzen der Agilität stoßen, sind Microservices der Schlüssel zu globaler Skalierbarkeit.

Steht Ihr Unternehmen vor einer Wachstumsphase und die IT wird zum Flaschenhals? Lassen Sie uns gemeinsam analysieren, ob ein Refactoring Ihres Monolithen oder der Wechsel zu Microservices der richtige Schritt ist – absolut risikofrei in den ersten 30 Tagen.

Interesse an einer Zusammenarbeit?

Duma Software entwickelt maßgeschneiderte Softwarelösungen und KI-Automatisierungen, die Geschäftsprozesse messbar effizienter machen. Lassen Sie uns unverbindlich sprechen – in einem kurzen Gespräch klären wir, ob und wie wir helfen können.